1. bis 4. Tag
11.09.2003
Flug Frankfurt - Whitehorse mit Thomas Cook Airlines
Bei der Landung in Whitehorse sind 14° und blauer Himmel. Die Übernahme des 20-Fuss-Wohnmobils erfolgt bei Fraserway. Da man uns bei der Übergabe gesagt hat, dass die Heizung des RV nicht auf
Gas, sondern auf Batterie läuft, verbringen wir die ersten Tage auf Campgrounds mit Stromanschluss. Später stellt sich heraus, dass diese Angaben gar nicht stimmen und die Heizung doch mit Gas
läuft!
(Ursprünglich geplant war eine Fahrt bis zu den Rancheria Wasserfällen. Da mein glutenfreies Brot jedoch noch nicht an der Vermietstation angekommen war, mussten wir eine Nacht in Whitehorse
übernachten, weil das Paket am anderen Tag per Flieger über Yellowknife geliefert werden sollte).
Campground: "High Country RV Park", Mile 913.4 am Alaska Hwy., relativ ruhig im Wald gelegen - 20 Dollar (mit Stromanschluss)
12.09.2003
Nach Abholung des Brotpaketes können wir gegen 13 Uhr endlich bei strahlendem Sonnenschein Richtung Cassiar Hwy starten. Gegen 18 Uhr erreichen wir unser heutiges Ziel am Rancheria River.
Campground: "Rancheria Campground", Plätze im Wald am Rancheria River - 16 Dollar (mit Stromanschluss)
13.09.2003
Nachts hat es angefangen zu regnen. Es ist erheblich kühler als am gestrigen Tag, an dem wir schon Bedenken hatten, ob wir wohl alle unsere warmen Sachen gebrauchen würden. Wir hatten zuhause den
Wetterbericht im Internet verfolgt, und da war von Frost und Schnee die Rede gewesen. Mittags rasten wir am wunderschönen Boya Lake am Cassiar Hwy. Die Gravelroad von unserem letzten Urlaub ist
noch nicht fertig gestellt, und diesmal haben wir das Vergnügen, sie bei Regen zu befahren. 10 km vor Dease Lake begegnet uns der erste Schwarzbär am Straßenrand. Als wir abends den Campground
erreichen, regnet es noch immer.
Campground: "Mountain-Shadow-Campground", idyllisch in einem kleinen Seitental gelegen, Plätze im Wald oder frei mit Blick auf umliegende Berge und einen Fluss, - 22,50 Dollar
(mit Stromanschluss)
14.09.2003
Bei Regen geht es heute auf dem Cassiar Hwy weiter Richtung Stewart/Hyder zum Fishcreek. Zwischendurch müssen wir immer wieder über Schotterpisten, die zum Teil wegen des Regens auch ziemlich
schlammig sind. Alles in allem ist der Cassiar Hwy aber gut zu befahren. Es gibt nur noch wenige Abschnitte, die noch nicht asphaltiert sind. Uns fällt auf, dass der LKW-Verkehr im Gegensatz zu
den Jahren davor zugenommen hat. Wenn der Highway eines Tages ganz geteert ist, wird hier noch viel mehr los sein. Denn anstatt wie sonst über den Alaska Hwy nach Watson Lake oder Whitehorse zu
fahren, wird der Cassiar Hwy eine gute Alternativstrecke werden, bei dem man fast 1.000 km sparen kann... Dann wird es vermutlich aus und vorbei sein mit der ehemals idyllischen Strecke durch
unberührte Einsamkeit. Schon jetzt sind die riesigen Eingriffe in die Natur in Form von Abholzungen großen Ausmaßes rechts und links der Straße nicht mehr zu übersehen.
Bei Regen erreichen wir am späten Nachmittag dann Stewart. Wir reservieren unseren Platz auf dem Campground. Dann hält uns nichts mehr in dem kleinen Städtchen, und wir machen uns auf zum
Fishcreek in Hyder. Dort treffen wir auf eine relativ große Anzahl von Besuchern, aber keine Bären, d.h., fast keine, denn auf einmal taucht aus dem Gebüsch hinter dem Holzsteg ein Schwarzbär auf
und verschwindet ziemlich rasch hinter der nächsten Flussbiegung.
Campground: "Rainey Creek Campground", zum Teil schöne ruhige Plätze an einem kleinen Lachsfluss. Es wird vor Bären auf dem Campground gewarnt! - 21 Dollar (mit Stromanschluss)
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